Chiatura oder die einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag.

 

Jeder Beschluss zu einer Reise trägt eine Geschichte im Herzen. 

 
 
 
 
 

Waren es früher fantastische Erzaehlungen, und nicht selten Übertreibungen, wissen wir heute dank Internet oft schon genau, welche Vorzüge oder Nachteile der Sehnsuchtsort zu bieten hat. 

 
 
 
 
 
 

Später, als Touristen, treten wir in Kontakt mit Bus- und Taxifahrern, Straßenverkäufern, Hotelangestellten, Polizisten, freuen uns über flüchtige Begegnungen mit Einheimischen und müssen doch meist mit anderen Touristen vorliebnehmen. Infolgedessen bewerten wir Länder und Leute, Kultur und Infrastruktur, und hetzen dabei, im Verlangen nach echten Erfahrungen, dem Phantom der Selbstvergewisserung hinterher. 

 
 
 

Wir bewerten diese Erfahrungen aufgrund dieser Erlebnisse, vergeben Sterne und teilen mit Filtern versehene Fotos als Trophäen auf sozialen Netzwerken. 

 
 
 
 
 
 
 

Deine Geschichte zu Chiatura liegt dem Film Partisan zugrunde. Dieser erzählt die verschachtelte Geschichte eines Mannes, welcher, gebrochen mit der Gesellschaft, im Schutz einer Höhle eine Kommune führt.  

Um ehrlich zu sein war Chiatura der einzige dir bekannte Ort in Georgien vor Antritt der Reise. Und natürlich decken sich Vorurteile und tatsächlich Gesehenes auch in diesem Fall nur im Geringsten.

 
 

Materialseilbahn hoch über dem Hotelfenster.

 

Deckenlampe im Theater von Chiatura

 

Giorgi arbeitet seit 20 Jahren als Hauswart in dem Theater. Im Moment der Aufnahme liest er 'Die Welt von Gestern' von Stefan Zweig.

 

Blick auf den östlichen Teil von Chiatura

 

Die letzte von ca. acht Seilbahnen, die sich noch im Betrieb befindet.

 

Steuerfrau in der Talstation der letzten Seilbahn.

 

Blick von der Bergstation der letzten Seilbahn.

 

 

Es ist unmöglich, nach zwei Tagen Aufenthalt eine Stadt wie Chiatura zu beschreiben. Damit wird das Kapitel geschlossen und bezüglich des Titels auf Walter Benjamin verwiesen.